You should never walk alone

Landesarbeitsgemeinschaft
Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.

Der Verein

Unsere Schwerpunkte

  • Fachberatung
  • Neueinsteigerworkshop
  • Lobbyarbeit
  • Vernetzung
  • Orientierungshilfe
  • Fortbildungen

Seit über 20 Jahren arbeiten wir im Bereich Streetwork/Mobile Jugendarbeit in Nordrhein Westfalen mit rund 220 Fachkräften in über 150 Projekten. Angefangen hat alles in den 90er Jahren….

Immer wieder wurden in Nordrhein-Westfalen neue Projekte ins Leben gerufen, die aus unserer Sicht völlig unzureichende Arbeits- und Rahmenbedingungen boten. Kommunen haben Jugendhäuser aus Kostengründen geschlossen.

Projekte setzen Berufsanfänger als ABM Kräfte ohne jegliche fachliche Unterstützung ein. Die Mitarbeiter sollten auf der Straße mit den Jugendlichen arbeiten. Dafür existierten jedoch keine Konzepte.

Die Mitglieder der beiden Arbeitskreise für Streetwork und Mobile Jugendarbeit im Rheinland und in Westfalen kamen 1995 zu dem Schluss, dass für unser Arbeitsfeld eine Lobby geschaffen werden muss.

So beschlossen wir, uns in Nordrhein-Westfalen zu vernetzen und gründeten die Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.

Da in vielen Projekten aus Kostengründen nur eine Stelle besetzt ist, arbeiten auch heute die Fachkräfte nur selten im Team.

Der dringend erforderliche fachliche Austausch findet deshalb 4-5 Mal pro Jahr in regionalen Arbeitskreisen im Rheinland und in Westfalen statt. 

Wir stellen fest,

dass neue Projekte immer noch unter schlechten Rahmenbedingungen starten. Dem Wunsch nach schnellen Lösungen fallen oft Arbeitsplatzbeschreibungen, eine genaue Bestimmung der Zielgruppen oder eine vor Projektbeginn notwendige Sozialraumanalyse zum Opfer.

Streetwork/Mobile Jugendarbeit soll ordnungspolitisch zur Wiederherstellung der bürgerlichen Ordnung eingesetzt werden.

  

Wir sind keine „Soziale Feuerwehr“!

Streetwork/Mobile Jugendarbeit orientiert sich an folgenden Grundprinzipien:

  • Niedrigschwelligkeit
  • Freiwilligkeit
  • Akzeptanz
  • Vertraulichkeit/Transparenz
  • Kontinuität
  • Lebensweltorientierung
  • Partizipation
  • Flexibilität (zeitlich und methodisch)
  • Reflektierte Parteilichkeit

   

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
(1) Der Verein führt den Namen 
„Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Nordrhein-
Westfalen“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. 
(2) Der Sitz des Vereins ist Düsseldorf 
(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 

§ 2 Zwecke und Aufgaben
Die LAG und ihre Organe haben als Aufgaben insbesondere 
- die Förderung der Zusammenarbeit von Einrichtungen in NRW, die sich an den 
  Erkenntnissen von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit orientieren 
- die Bündelung der Kompetenzen dieser Arbeitsfelder auf Landesebene
- die Dokumentation aktueller Entwicklungen aus den unterschiedlichen
  Feldern von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit 
- die Verdeutlichung und Vertretung von Streetwork/Mobiler
  Jugendarbeit in der Öffentlichkeit
- die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Ergebnissen, Erkenntnissen aus den   Arbeitsfeldern 
- die Bindegliedfunktion zu Menschen aus Forschung und Lehre, die sich mit Fragen
  von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit befassen 
- die Unterstützung der Forderung nach Ausweitung von Streetwork/Mobiler Jugend­arbeit 
- die Hilfestellung für neuentstehende Projekte
- die Einflussnahme auf politische Entscheidungs- und Handlungsebenen. 

§ 3 Gemeinnützigkeit 
(1) Die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die in § 2 aufgeführten Zwecke und Aufgaben. 
(2) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und Aufgaben.
(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke und Aufgaben verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck und den Aufgaben des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden. 

§ 4 Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft in der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist freiwillig. 
(2) Mitglieder können juristische und natürliche Personen werden, die in NRW Streetwork/Mobile Jugendarbeit betreiben oder die die Zwecke und Aufgaben des Vereins unterstützen. 
(3) Über die Mitgliedschaft (Aufnahme) entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Vorstandsmitglieder.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft
(1) Ein Austritt aus der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist zum Ende des Kalenderjahres möglich. Er ist durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand der LAG bis spätestens 3 Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres zu erklären. 
(2) Bei vereinsschädigendem Verhalten können Mitglieder nach Anhörung durch die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder ausgeschlossen werden. 

§ 6 Mitgliedsbeiträge 
Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und die Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

§ 7 Organe 
Organe der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW sind:
- die Mitgliederversammlung
- der Vorstand. 

§ 8 Mitgliederversammlung 
(1) Jede natürliche Person, die Mitglied der LAG ist, ist in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt. Jede juristische Person, die Mitglied der LAG ist, entsendet eine/n stimmberechtigte/n Vertreter/in. 
(2) Die Mitglieder sind jährlich mindestens einmal vom Vorstand zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung einzuberufen. 
(3) Die Einladung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung. Die Einberufungsfrist beträgt vier Wochen. 
(4) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand innerhalb von vier Wochen einzuberufen, wenn mindestens ein Viertel aller Mitglieder unter Vorlage einer Tagessordnung oder der Vorstand dies mit einfacher Mehrheit verlangt. 
(5) Die Mitgliederversammlung ist so lange beschlussfähig, wenn nicht die anwesenden Mitglieder die Beschlussunfähigkeit feststellen. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, sowie diese Satzung nichts anderes bestimmt. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Enthaltungen werden nicht gezählt. Bei Beschlussunfähigkeit muss der Vorstand binnen vier Wochen eine zweite Sitzung mit derselben Tagessordnung schriftlich einberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. 
(6) Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll geführt, das von dem/der VersammlungsleiterIn zu unterschreiben ist. Beschlüsse werden im Wortlaut aufgenommen.
(7) Die Wahl des/der Vorsitzenden und des Vorstandes muss als Tagesordnungspunkt auf der Einladung zur Mitgliederversammlung erscheinen. 
(8) Der Mitgliederversammlung obliegt insbesondere 
- die Beratung und Beschlussfassung über die Verwirklichung von Zweck und Aufgaben der LAG gemäß der Satzung
- die Wahl von Ausschüssen für besondere Aufgaben 
- die Entgegennahme des Jahresberichtes vom Vorstand einschließlich Jahresrechnung und
  Rechnungsprüfungsbericht
- die Wahl des/der Vorsitzenden und des Vorstandes sowie die Wahl von zwei RechnungsprüferInnen 
- die Genehmigung des Haushaltsplanes
- die Regelung des Beitragswesens 
- die Entlastung des Vorstandes
- die Wahl von Delegierten. 
(9) Die Wahlen erfolgen schriftlich und geheim. Sie können auf Antrag per Akklamation erfolgen, wenn kein Mitglied widerspricht. 

§ 9 Der Vorstand 
(1) Der Vorstand besteht aus drei Personen. 
(2) Der Vorstand wird auf zwei Jahre von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt. Er bleibt so lange im Amt bis ein neuer Vorstand gewählt ist. 
(3) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst; Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. 
(4) Der Vorstand wird von dem/r Vorsitzenden nach Bedarf mindestens jedoch viermal jährlich einberufen. Der/die Vorsitzende leitet die Sitzung. 
(5) Dem Vorstand obliegt die Verwirklichung der in § 2 genannten Zwecke und Aufgaben des Vereins in enger Verbindung mit den Mitgliedern und der Mitgliederversammlung. 
(6) Der Vorstand berichtet der Mitgliederversammlung über Mitgliedschaften (Aufnahmen, Ablehnungen, Austritte). 
(7) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den BGB-Vorstand vertreten. 

§ 10 Satzungsänderung, Auflösung 
(1) Änderung der Satzung der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW sind von einer mit diesem Tagesordnungspunkt einberufenen Mitgliederversammlung mit einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder zu beschließen. 
(2) Die Auflösung der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist von einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung mit einer ¾ Mehrheit der anwesenden Mitglieder zu beschließen. 
(3) Bei Auflösung der LAG oder bei Wegfall ihres bisherigen Zweckes fällt vorhandenes Vermögen an Einrichtungen von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen. Eine andere Verwendung als zu gemeinnützigen Zwecken ist unzulässig.

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Hier gibt es den Aufnahmeantrag als Download:

Aufnahmeantrag

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Aktuelles

WESENtlICH

Foto-Ausstellung: WESENtlICH

Fünfundzwanzig Jugendliche und junge Erwachsene, portraitiert vom
Düsseldorfer Fotografen Alexander Basta.

Im Arbeitsfeld Streetwork/Mobile Jugendarbeit mit Jugendlichen und jungen Heranwachsenden geht es oft um szene- oder cliquenbezogene Projekte, aber auch um die ganz individuellen Anliegen meist benachteiligter junger Menschen. Wir begegnen Jugendlichen, die für andere Angebote nur schwer zu erreichen sind. Ihr Lebensmittelpunkt ist die Straße, sie werden oft negativ wahrgenommen und stigmatisiert. Wer Ihnen jedoch offen entgegen kommt, der kann ihre positiven Eigenschaften erkennen und wird erfahren, dass sie ganz alterstypische Wünsche und Träume haben.

Dem Fotografen Alexander Basta gelingt es eindrücklich, die Individualität dieser Jugendlichen in den Portraits festzuhalten. Die für diese Ausstellung portraitierten Jugendlichen im Alter von 16-26 Jahren leben in Aachen, Dinslaken, Freckenhorst, Iserlohn, Leverkusen und Neuss.

Wir laden Sie ein, die ausdrucksstarken Portraits interessanter junger Menschen anzuschauen und in Verbindung mit ihren persönlichen Zitaten dem WESENtlICHen auf die Spur zu kommen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit
NRW e.V. qualifiziert und berät seit zwanzig Jahren Fachkräfte und Projekte im Arbeitsfeld Streetwork/Mobile Jugendarbeit.

Video auf youtube.com ansehen

  

Austellung:
30.09.16 - 29.10.16

Öffnungszeiten:
Di. bis Fr.: 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr - 14:00 Uhr

Austellungsort:
Stadtbibliothek Leverkusen
Friedrich-Ebert-Platz 3
51373 Leverkusen

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Die Fotoausstellung „WESENtlICH“ wurde bisher an drei Orten der Öffentlichkeit präsentiert.


Im Rathaus Düsseldorf eröffnete Bürgermeister Karen-Jungen am 08.04.16 die Fotoausstellung „WESENtlICH“.

Angela Wüsthof, Lisa Schuchardt, C.P. Fellbaum (LAG Streetwork) und der am Projekt beteiligte Fotograf Alexander Basta stellten später noch weitere Aspekte der Ausstellung vor. Es war für uns als ehrenamtlicher Verein eine besondere Ehre im Rathaus Düsseldorf die Portraits der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Da am gleichen Tag die Jahres-Mitgliederversammlung der LAG Streetwork Mobile Jugendarbeit NRW e.V. in Düsseldorf stattfand, waren viele Kolleginnen und Kollegen auch zur Vernissage ins Rathaus gekommen.

Download-Pressemitteilung


Am 10.05.16 eröffnete die Dezernentin für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport, Frau Schwier die Fotoausstellung in Aachen.
 
Sie begrüßte insbesondere die jugendlichen Protagonisten, die zur Vernissage nach Aachen gekommen waren und beglückwünschte sie zu dem gelungenen Projekt und den eindrucksvollen Fotos.

Die Portraits konnten zwei Wochen lang von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der im Haus ansässigen Dienststellen und von den Vertretern des Jugendhilfeausschusses auf dem Weg zu ihren Sitzungen betrachtet werden.

Download-Artikel/Aachener Zeitung

Download-Artikel/Aachener Nachrichten


Der dritte Ausstellungsort war das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur, Sport in Düsseldorf. Ministerin Christina Kampmann eröffnete am 01.06.16 persönlich die Fotoausstellung in ihrem Haus.

In ihrer Ansprache wandte sie sich direkt an die am Projekt beteiligten Jugendlichen und zeigte sich beeindruckt von den Portraits des Fotografen Alexander Basta. Anschließend ließ sich die Ministerin von den Jugendlichen durch die Ausstellung führen. Es entstanden nicht nur Selfies mit der Ministerin, sondern auch manches Gespräch mit ihr und den Jugendlichen.

Link hierzu/mfkjks

10 Jahre Betreten Erlaubt!


In den Jahren 2006-2008 initiierte die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V. in Kooperation mit Trägern von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit an fünfzehn Orten Beteiligungs-projekte, um Treffpunkte für Jugendliche im Öffentlichen Raum zu schaffen.

Finanziell gefördert wurden die Projekte vom MFKJKS und der Ehrenamtsförderung des ehemaligen Ministerpräsidenten Rüttger.

Zehn Jahre später haben wir uns bei allen ehemaligen Projektpartnern informiert und um eine kurze Bestandsaufnahme gebeten. Die Berichte sind so vielfältig und bunt wie die Treffpunkte!

Acht Standorte (Erftstadt, Marl, Münster, St. Augustin, Selm, Wulfen-Barkenberg und zwei Orte in Greven) werden immer noch von Jugendlichen genutzt. Dort halten sich meist nicht mehr die BesucherInnen der „ersten Stunde“ auf. Teilweise haben im Laufe der Jahre mehrere „Generationen“ von Jugendlichen an den Treffpunkten ihre Freizeit verbracht. Unsere Vermutung, dass eine regelmäßige hauptberufliche pädagogische Begleitung die Nachhaltigkeit der Projekte positiv beeinflusst, hat sich bestätigt.

Alle Projekte, die bereits vor 2-3 Jahren aus unterschiedlichen Gründen eingestellt wurden (Sendenhorst, Krefeld, Werdohl) haben bis zum Projektende erfolgreich gearbeitet.

Nicht realisiert wurden die Standorte in Düren und Kerpen.

Für alle Projekte gilt, dass immer wieder Renovierungsarbeiten notwendig sind. Behoben wurden Beschädigungen durch Vandalismus, aber auch witterungsbedingte Mängel. Wie im „Betreten Erlaubt Konzept“ vorgesehen, beteiligten sich engagierte Jugendliche an den regelmäßigen Renovierungsarbeiten. Finanziert haben dies die zuständigen Jugendämter.

Hinweisen wollen wir auf das Streetwork-Projekt in Köln Finkenberg. Es wurde trotz jahrelanger erfolgreicher und professioneller Streetwork vom Träger 2015 ersatzlos eingestellt.

Wir bedanken uns nochmal bei allen Projektbeteiligten und den Förderern und hoffen, dass noch viele Jugendliche an diesen Treffpunkten ihre Freizeit verbringen können.

Weitere Infos über die Projekte in den Jahren 2006-2008 finden Sie in unserem ARCHIV!


Greven
Hüttenprojekt im Grevener Hansaviertel

Etwa 15 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren haben in“ ihrem“ Stadtteil auf einem Spielplatz eine Holzhütte gebaut. Als Treffpunkt und Rückzugsort für ihre Clique. Daraus hat sich im weiteren Verlauf eine mehrjährige intensive Cliquenarbeit entwickelt. Gleichzeitig war schon beim Bau klar: Die Hütte ist ein Projekt, auf keinen Fall gebaut für die Ewigkeit.

Nach Beendigung der Cliquenarbeit wurde die Hütte weiterhin genutzt, war aber dem wetterbedingten Verfall ausgesetzt. So konnte die Holzhütte immer wieder von wechselnden Kindern und Jugendlichen renoviert werden. In einem weiteren Beteiligungsprojekt wurden um das Jahr 2011 mit den neuen Nutzern ein Klettersportgerüst und eine überdachte Sitzgelegenheit ausgesucht.

Stand 2016 heißt nun: Die Hütte abreißen oder aufwändig renovieren. In Kooperation mit den Technischen Betrieben Greven werden die Kinder und Jugendlichen ihre Hütte am 17. August renovieren. Zwei städtische Handwerker werden den Nutzern bei den aufwändigeren Holzarbeiten helfen. Die Hütte wird zusätzlich neu bemalt, ebenfalls sollen weitere Holzbänke in der Hütte installiert werden.

Eines ist klar. Die Holzhütte im Hansaviertel ist zehn Jahre alt und immer noch kein Auslaufmodell. Gleichzeitig ist sie nicht für die Ewigkeit gedacht. Die Kinder und Jugendlichen nutzen die Hütte als Treffpunkt und Kommunikationsort. Die Streetworker können diesen Ort immer wieder als Ausgangspunkt für ihr pädagogisches Handeln nutzen. Nicht für immer – irgendwann wird hier ein neues Projekt entstehen… mit anderen Jugendlichen, die vielleicht andere Anforderungen an diesen Treffpunkt stellen.

Georg Dodt


Greven -2008 – Zwei Welten, ein Platz

Dieses Projekt stellte im Jahr 2008 ganz besondere Anforderungen an die beteiligten Jugendlichen und an die handelnden Pädagogen. Der Fokus lag nicht in der Beteiligung einer Clique, sondern in der Gestaltung eines gemeinsamen Jugendtreffpunktes für zwei gänzlich verschiedene Jugendszenen.

Das Projekt war intensiv und in Teilen sehr erfolgreich, gleichzeitig haben alle Beteiligten aber auch Lehrgeld bezahlen müssen. Negativer Höhepunkt war der Brand des Cliquencontainers. Dieser konnte nach einigen Monaten wieder aufgebaut werden, für den Cliquenprozess stellten der Brand und die Folgen allerdings eine massive Störung dar. Letztendlich konnte dieser Teil des Projektes nicht erfolgreich beendet werden – die Cliquenarbeit wurde fortgeführt, die Arbeit am Treffpunkt war aber bald beendet.

Ganz anders verlief die Arbeit mit den BMX´ern an diesem Treffpunkt. Seit 2008 wird in jedem Jahr in den Osterferien eine einwöchige Renovierungsaktion mit 10 – 25 Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die BMX Dirt Bahn ist etabliert, regelmäßig wird die Strecke modelliert und neu renoviert. Aktuell hat sich eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen gefunden, die die Bahn laufend renovieren und in Betrieb halten. Gleichzeitig sind die BMX Dirt Bahn und die beiden Container inzwischen als regulärer Jugendtreffpunkt mit eigenen Regelungen ausgewiesen. Im Jahr 2014 konnte der Jugendtreffpunkt um eine nur 200 Meter entfernte Skateranlage erweitert werden. Aktuell soll das gesamte Gelände weiter als Jugendtreffpunkt ausgebaut werden.

Georg Dodt


Erftstadt

Die Grillhütte, die 2006 im Rahmen des Projektes „Betreten erlaubt“ durch die Kooperation der LAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit NRW e.V. und der Jugendberatung Mobilé gemeinsam mit Jugendlichen geplant und gebaut wurde, wird bis zum heutigen Tag durchgehend sehr gut und häufig genutzt.

Nach wie vor wird die Hütte von der Jugendberatung Mobilé regelmäßig im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit angefahren.
Es hat sich bewährt, gerade hier den Kontakt mit den Jugendlichen zu suchen, da immer wieder neue Generationen die Grillhütte als einen informellen Treffpunkt für sich entdecken.

Seit 2008 kann sogar ein extra geschmiedeter Grillrost gegen Kaution bei der Jugendberatung Mobilé ausgeliehen werden. Zudem wird die Hütte auch für Schulausflüge oder bei Abschlussfeiern gern genutzt.

Seitdem die Bretter durch große Schiffsplatten ersetzt wurden, sind auch keine der Bretter mehr mutwillig entfernt und als Feuerholz benutzt worden.

Benjamin Küppers


Marl

Seit der Fertigstellung des Unterstandes in 2007 sind einige Jahre ins Land gezogen. Im Laufe der Zeit, haben viele unterschiedliche Cliquen den Ort als Anlaufpunkt genutzt.

Als roten Faden lässt sich sicherlich die hiesige „Skater Szene“ nennen, die kontinuierlich bis heute den Unterstand als Treffpunkt nutzt. Mit dieser „Clique“ gab es im Laufe der Zeit immer wieder Aktionen, zur „Umgestaltung/Renovierung“ des Unterstandes. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass es bei den Jugendlichen/ jungen Erwachsenen eine hohe Identifikation mit dem Ort gibt.

Für unsere Arbeit hat sich die Errichtung dieses Unterstandes auch bezahlbar gemacht. Er ist eine Anlaufstelle für uns geworden, bei der man mit ziemlicher Sicherheit immer auch auf Jugendliche/ junge Erwachsene trifft. Für uns ist der Unterstand also ein tolles „Instrument“ für unsere alltägliche Arbeit, welches von den jungen Nutzer*innen sehr gut angenommen wird.

Zurzeit ist der Unterstand in einem eher schlechten baulichen Zustand. Wir stehen aber mit dem zuständigen Amt in Verbindung, was die Übernahme der Kosten für eine Renovierung angeht. Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Unterstand auch noch weiterhin für viele Jugendliche/ junge Erwachsene als Treffpunkt erhalten bleibt.

Manuel Hestermann


Münster
2006 – 2016: 10 Jahre out.DOOR.point

Seit 10 Jahren gibt es inzwischen den out.DOOR.point, den Treffpunkt für Jugendliche, den Jugendliche selbst erbaut haben.

Seitdem haben Jugendliche ihren eigenen Platz im Wohnquartier und die „Spielflächen“ von Kindern und Jugendlichen an der Umgehungsstraße zwischen Spichernstraße und Hammer Straße sind getrennt. Eltern spielen mit ihren Kindern im Sand, während die Jugendlichen ca. 100m weiter in Ruhe „chillen“. Zuvor hatte es immer wieder Interessenkonflikte um die Nutzung der Grünfläche gegeben, so dass schließlich der Spielplatz kaum noch von Kindern genutzt wurde.

Der out.DOOR.point ist sowohl bei Jugendlichen, als auch bei Anwohnern akzeptiert und etabliert. Fast täglich treffen sich 15-30 Jugendliche am out.DOOR.point. In den 10 Jahren haben sich 9 verschiedene Cliquen dort getroffen – einige nur für ein paar Monate, andere für mehrere Jahre. Die Streetwork im Südviertel erreichte also 200-300 Jugendliche allein am out.DOOR.point und begleitete sie.  Unzählige Gespräche über jugendrelevante Themen wie Musik, Drogen, Arbeit und Ausbildung, Zukunft, Gewalt, Freunde und Familie wurden geführt.

Mit der Gruppe, die den out.DOOR.point bisher am intensivsten über viele Jahre nutzte, führte die Streetwork im Südviertel mehrere erlebnis-orientierte Jugendschulungen nach dem peer-education-Ansatz durch. Die Themen beschreiben den Werdegang der Clique und waren ein zentraler Identifikationspunkt für die Teilnehmer:

  1. Unsere Clique: Wer gehört zu uns? Welche Regeln möchten wir? Wer bestimmt was?
  2. Vorurteile, Ideale und Beziehungen: Lästereien innerhalb der Clique
  3. Meine Clique und ich - Persönlichkeit, Freundschaften und Zukunftspläne. Wie gestalte ich mein Leben erfolgreich?
  4. Abschied von der Clique: That´s my way - mit oder ohne Clique!

Wie schon beim Bau setzten sich Jugendliche immer wieder am out.DOOR.point für ihre Belange ein  - teilweise öffentlich -, auch Jugendliche, die den out.DOOR.point kaum nutzten. In beinahe jährlich stattfindenden Partizipationsprojekten wurden Jugendliche in Planung und Umsetzung an der Gestaltung des out.DOOR.points beteiligt.

  

Insbesondere belastete Jugendliche erlebten sich bei handwerklichen Tätigkeiten selbstwirksam und probierten sich aus, teilweise durchaus berufsrelevant.

In Patenschaftsprojekten kümmerten sich SchülerInnen der KWS
(heutige Erna-de-Vries-Schule) um die Erhaltung des out.DOOR.points und übernahmen so Verantwortung für den öffentlichen Raum.

Nach 10 Jahren ist es nun an der Zeit, eine größere „Renovierung“ des out.DOOR.points vorzunehmen. Nun stellt sich die Frage, inwieweit Jugendliche bei der Neugestaltung des out.DOOR.points einbezogen werden und wer die Kosten dafür trägt. Handelt es sich um eine Baumaßnahme oder ein Partizipationsprojekt?

Der „3. Münsteraner Kinder- und Jugendförderplan 2015 – 2019“ sieht eine „Überprüfung der jugendgerechten Ausgestaltung öffentlicher Plätze“ (ebd.) vor, so dass ein Partizipationsprojekt an dieser Stelle eine erste öffentlich sichtbare Umsetzung der Handlungsempfehlungen wäre.

Münster, 22.01.2016
Rüdiger Korn


Krefeld, Alte Gladbacher Str.

Der Jugendcontainer existierte fünf Jahre und wurde von uns und den Eltern begleitet. Aufgrund von Regelverstößen, und leider auch durch missbräuchliche Nutzung des Raumes, mussten wir den Jugendcontainer schließen.

In Zusammenarbeit mit den Jugendlichen stellte sich heraus, dass diese mit dem genutzten "Freiraum" überfordert waren und wünschten eine weitere Nutzung, aber eine Öffnung für alle Zielgruppen.
Die Jugendlichen von damals besuchen unseren Nachbarschaftstreff regelmäßig heute immer noch, mit ihren Frauen und Kindern.

Gerne erinnern sie sich an die Zeit des Jugend-containers zurück und übernehmen heute ehrenamtliche Aufgaben vor Ort.


Martina Specker
Projektleitung Alte Gladbacherstr., Krefeld


St. Augustin

Ein Partizipationsprojekt der Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.

Das Konzept ist aufgegangen. Heute wird das Häuschen von mehreren Cliquen genutzt, die sich besonders in den Sommermonaten dort treffen. Viele von ihnen zeigen Verantwortung, gehen sorgsam mit dem Häuschen um und entsorgen entstandenen Müll. Leider gibt es auch diejenigen (sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene), die keine Verantwortung zeigen.

Seit Sommer 2015 nutzen jugendliche Sprayer das Häuschen, um sich kreativ zu entfalten. Mit ihnen hat das Streetworkteam Kontakt aufgenommen und wird mit den interessierten Jugendlichen ein Sprayer-Projekt durchführen. Die kontinuierliche pädagogische Arbeit mit den Nutzern, erfolgt im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork der Stadt Sankt Augustin. Bei Aufräum- und Renovierungsaktionen wird gemeinsam mit den Jugendlichen am Fortbestand des Projekts gearbeitet.

Jessica Linden

INFOS FÜR JUGENDLICHE:

Dieser Treffpunkt wurde von Jugendlichen für Jugendliche gebaut. Hinterlasst ihn so, wie ihr ihn vorfinden möchtet! Wir sind eine Clique, die sich hier regelmäßig trifft und sich bemüht, das Häuschen in Ordnung zu halten. Wir möchten so lange wie möglich etwas von unserem Häuschen haben! Und ihr doch auch?!

Hier ist ganzjährig erlaubt und erwünscht:

  1. Chillen
  2. Sich treffen und aufhalten
  3. Sitzen
  4. Quatschen
  5. Grillen im Grill
  6. Musik hören
  7. Auch mal lauter sein
  8. Ball spielen
  9. Die Kritzelwände bemalen
  10. Spaß haben

Diese Regeln sind uns wichtig :

  1. Schnitzt nicht am Häuschen rum!
  2. Schmeißt euren Müll in die Mülltonnen!
  3. Macht kein Feuer im Haus!
  4. Schmeißt eure Flaschen in den Müll und nicht auf den Weg! Wir wollen mit unseren Rollern und Fahrrädern nicht durch die Scherben fahren.
  5. Wenn ihr Shisha raucht: Werft eure brennenden Kohlen nicht auf den Tisch oder den Boden! Das macht Brandlöcher.
  6. Das Häuschen ist kein Klo! Macht keinen Scheiß!



Selm
Outdoorplatz

Projekt läuft nach wie vor und war damalig zum Projektstart auch als langfristige Aktivität konzipiert.

Umzug des Projekt-Standortes in 2012, aufgrund des Verkaufes einer städtischen Immobilie an der Ludgeristr. (ehemals Verwaltungs-nebenstelle) konnte das dort verortete Jugendprojekt nicht fortgeführt werden. Neuer Standort des Jugendprojektes ist seit 2012 eine Teilfläche des begrünten Geländes zwischen dem Gymnasium und der Overberggrundschule, angrenzend zum Selmer Bach (städtisches Grundstück), ebenfalls in sehr zentraler Lage.

Wenig bis keine Veränderungen im Hinblick auf pädagogische Inhalte (Eigenverantwortung, alle notwenigen Arbeiten so weit als möglich in Eigenleistung etc.), „Rituale“= jährliches Grillfest mit den Nachbarn/Anwohnern, lediglich Durchschnittsalter der (Ziel) Gruppe inzwischen höher = weitgehend junge Erwachsene (ca. 70 % aus der Ursprungsgruppe Jugendlicher zum Projektstart), Kerngruppe 10-12 Personen, Nutzergruppen 35-45 Personen, Nutzungsschwerpunkt im Sommer/Spätsommer.

Sachkosten für das Projekt werden aus dem städtischen Streetwork-Budget fortlaufend zur Verfügung gestellt.

Heike Okroy


Sendenhorst

Der Treffpunkt des Projektes „Betreten erlaubt“ wurde bis einschließlich 2014 von Jugendlichen häufig besucht und genutzt.

Honorarkräfte begleiteten den Treffpunkt. Ein Street-Soccer-Platz erweiterte nach einiger Zeit die Skateranlage.

In der ganzen Zeit kam es immer wieder zu Vandalismus, der den Ort schwer beschädigte. Engagierte Jugendliche wollten alles selber wieder aufbauen und reparierten die Schäden in Eigenregie, das Material stellte der Kreis Warendorf zur Verfügung. 2014 war die Motivation der beteiligten Jugendlichen nicht länger aufrecht zu erhalten. Bauzäune verhindern derzeit den Zugang zum Platz, um Unfälle zu vermeiden.


Aktuell plant der Kreis Warendorf zusammen mit Jugendlichen eine „Dirt-Bahn“ an einem anderen Ort.


Wulfen Barkenberg

Die Jugendhütte-Barkenberg, auch etliche Jahre nach ihrer Eröffnung, gilt sie noch immer als beliebter Treffpunkt der Jugendlichen. Ob im Sommer oder Winter, ob bei Sonnenschein oder Regen, die Jugendhütte ist immer gut besucht.

20 Jahre LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit

Anlässlich Ihres zwanzigjährigen Bestehens lud die LAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit NRW e.V. vom 05.-07.05.15 PraktikerInnen aus ganz NRW zu ihrer Jubiläumsfachtagung „Flexibel aber nicht verbogen“ nach Wuppertal ein.

Über vierzig Fachkräfte aus NRW folgten der Einladung und scheuten keine Mühen, allen Widrigkeiten zum Trotz (Bahnstreik), rechtzeitig im Tagungshaus „Auf dem Heiligen Berg“ einzutreffen. Nach der offiziellen Eröffnung freuten sich die TeilnehmerInnen  über ein Grußwort von Frau Anke Mützenich vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, in dem sie der LAG Glückwünsche zu ihrem Jubiläum aussprach.

Das facettenreiche Programm mit den Schwerpunktthemen: „Jugend 2015“, „Widersprüche und Alternativen im Diskurs der Drogenpolitik“, „Kommunikation mit KlientInnen“ und natürlich „aktuelle Informationen rund um das SGB II“ bot viel Gelegenheit zur Weiterbildung und zum fachlichen Austausch.

In den Pausen und Abendstunden knüpften die Kolleginnen und Kollegen aus dem Rheinland und aus Westfalen-Lippe viele neue Kontakte. Und das Tagungshaus „Auf dem Heiligen Berg“ mit seinem exzellenten Service und seiner hervorragenden Küche ließ keine Wünsche offen.

Ein weiterer feierlicher Anlass war die Eröffnung der Fotoausstellung "Credo-Bildnisse und Bekenntnisse" des "cafe pur", einer Tagesstätte für Wohnungslose der Diakonie Düsseldorf. 

    

Zur Vernissage fand ein kleiner Empfang mit musikalischer Begleitung von Andre Enthöfer in der Diakoniekirche Wuppertal statt. Für diese  Ausstellung hat der Fotograf Alexander Basta 33 beeindruckende Schwarz-Weiß-Portraits von Frauen und Männern geschaffen. Zur Feier ihres Jubiläums hat die LAG diese Ausstellung ausgeliehen, da das Thema „Wohnungslosigkeit“  auch unser  Thema ist und darum wird sie der Öffentlichkeit erneut zugänglich gemacht.

Die Ausstellung ist bis zum 26.08.15 geöffnet.

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Archiv

Düren 2006

Bau eines Unterstandes

Greven 2006

Jugendtreffs

Kerpen 2006

Häuschenkonzept

Selm 2006

Bauwagen

Sendenhorst 2006

Jugendtreff

Fazit 2006

Was hat sich verändert

Hörstel 2007

Skaterplatz

Krefeld 2007

Bauwagen

Marl 2007

Ein Dach für Skater

Münster 2007

Outdoorpoint

St. Augustin 2007

Gartenhäuschen

Fazit 2007

Was hat sich verändert

Erftstadt 2008

Projekt Grillhütte

Greven 2008

Zwei Welten, ein Platz

Köln 2008

Bus

Werdohl 2008

Treffpunkt

Wulfen Barkenfeld 2008

Treffpunkt

Fazit 2008

Was hat sich verändert

Eschweiler 2009

Verschiedene Projekte

Willich 2009

Verschiedene Projekte

Fazit 2009

Was hat sich verändert

Die Idee

Gerade bei Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, kommt es oft zum cliquentypischen Abhängen.

Der öffentliche Raum wird für Jugendliche jedoch zunehmend privatisiert, zugebaut und reglementiert. 

Die Jugendlichen werden in den verbliebenen Nischen als Bedrohung erlebt.  
Betreten Verboten!…  jedenfalls für Jugendliche.

In unserem Arbeitsfeld  Streetwork - Mobile Jugendarbeitist dieses Thema ein Dauerbrenner.

Dieser seit Jahren immer wiederkehrende Konflikt wird zunehmend öffentlich diskutiert. Die LAG greift die Interessen, Bedürfnisse und Vorschläge junger Menschen auf und fördert den Dialog mit Anwohnern und lokalen Entscheidungsträgern.

Wir wollen das Verständnis zwischen den Jugendlichen und dem jeweiligen sozialen Umfeld fördern, mit dem Ziel:

Betreten erlaubt für alle!

 

Interviews:
Miriam Bunjes

Text und Redaktion:
Angela Wüsthof, Miriam Bunjes

Wir danken besonders der Evangelischen Jugend im Rheinland für die langjährige Unterstützung unserer Arbeit.

 

 

 

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Material

Die neueste Version der fachlichen Leitlinien wurde 2013 veröffentlicht und an alle Fachkräfte und Jugendämter in NRW versandt. Weitere Druckexemplare können Sie bei uns anfordern oder Sie nutzen die download-Funktion. Hier Die Leitlinien in Auszügen:

 

  

Die Arbeitsfelder Streetwork und Mobile Jugendarbeit

Die konzeptionellen und alltagspraktischen Grenzen zwischen Streetwork und Mobiler Jugendarbeit sind fließend. 

Da beide Arbeitsfelder mehr verbindet als unterscheidet, wurde nach langjährigen Abgrenzungsdiskussionen in den 1970er und 1980er Jahren schließlich in den 1990er Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit als gemeinsamer Dachverband gegründet (Steffan, 2007, S. 658).

Mobile Jugendarbeit hat mit ihrer konzeptionellen Ausrichtung stärkeren Gemeinwesenbezug und arbeitet in sozialräumlich orientierten Projekten. Streetwork hingegen hat einen deutlichen Milieu-/Cliquenbezug, wie z. B. zur Drogen-, Punk-, Prostitutions-, Straßenkinderszene (ebd.). 

Mobile Jugendarbeit ist also im Allgemeinen weniger szene-/brennpunkt-bezogen und stärker stadtteil- und sozialräumlich orientiert, wobei die häufig praktizierte Verbindung von lebensweltzentriertem Aufsuchen und einrichtungsgebundener Club-/Freizeitarbeit u. a. wegen unterschiedlicher Auftragslagen einen Rollenkonflikt bergen kann. Beide Arbeitsfelder bedienen sich der klassischen Methoden der Sozialen Arbeit: Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit. 

Werner Steffan (2007, S. 948) formuliert die typischen Aufgaben und Handlungsebenen für Streetwork und Mobile Jugendarbeit folgendermaßen:

„(...) Knüpfen eines Kontaktnetzes in der Lebenswelt und Vertrauenserwerb; Pflege des Kontaktnetzes mit der Zielgruppe und Vertrauenserhalt; einzelfallorientierte psychosoziale Unterstützung; Gruppen-/Cliquenarbeit; Stadtteil-/Gemeinwesenarbeit; institutionelle Innovation in Hintergrundeinrichtungen und durch den Aufbau von Unterstützungsangeboten; Konfliktverhinderung/-vermittlung/Deeska-lation; institutionelle Vernetzung und Verbundarbeit; Öffentlichkeitsarbeit, Interessenvertretung; Einmischung/Lobbyarbeit und Aktivierung.“

Quellen

Steffan, W. (2007). Mobile Jugendarbeit. In: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), Fachlexikon der Sozialen Arbeit (6. Aufl., S.658). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft. 

Steffan, W. (2007). Streetwork. In: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), Fachlexikon der Sozialen Arbeit (6. Aufl., S.948-949). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

  

Adressatengruppe

Streetwork/Mobile Jugendarbeit richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, die als Einzelpersonen, Gruppen oder  Szenen im öffentlichen Raum anzutreffen sind.

Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben häufig besonderen Unterstützungsbedarf. Sie werden von anderen Angeboten des Hilfesystems nicht oder nicht mehr erreicht. Darüber hinaus sind sie oftmals von Ausgrenzung und Stigmatisierung bedroht. Des Weiteren unterstützt SW/MJA junge Menschen, wenn diese von ihren Treffpunkten vertrieben werden sollen.

Aber auch Jugendliche ohne speziellen oder aktuellen Unterstützungsbedarf werden von der SW/MJA angesprochen. Absicht hierbei ist es dann im Wesentlichen, sich bei den jeweiligen Gruppen und Personen als parteilicher Vertreter ihrer Interessen und als Ansprechpartner für künftigen Hilfebedarf anzubieten.

  

 

Ziele

SW/MJA versteht sich als aktivierende und ressourcenorientierte Sozialarbeit und bietet keine fertigen Lösungen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne des Empowerment Ansatzes an.

Sie befähigt junge Menschen dazu, ihre persönlichen oder kollektiven Lebenssituationen, insbesondere im Konfliktfall, selbst bewältigen zu können.

Ziel ist die Erschließung von öffentlichen Räumen und die Erweiterung von Sozialkompetenzen, wie z.B. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Beziehungsaufbau und -pflege sowie Entwicklung und Realisierung individueller Lebensperspektiven.

WEITERE TEILZIELE SIND:

  • die Vermittlung zum Hilfesystem und der Abbau von Schwellenängsten gegenüber anderen Hilfsangeboten
  • Hilfen zur Alltagsbewältigung
  • Prävention (Suchtprävention, Gewaltprävention, Gesundheitsprävention etc.)
  • Ausstiegshilfen (Drogenszene, Extremistische Gruppierungen etc.)
  • Orientierungshilfen bei verschiedenen Lebensfragen (Jugend- und Sozialhilfe, Ausbildung, Arbeit, Wohnen, Familie, Existenzsicherung, Gesundheitsfürsorge etc.)

  

Arbeitsprinzipien

Um Adressatengruppen und Ziele zu erreichen, gelten im Arbeitsfeld SW/MJA folgende Arbeitsprinzipien:

NIEDRIGSCHWELLIGKEIT:
Damit Adressaten die Angebote von SW/MJA ohne Vorbedingungen und Vorleistungen in Anspruch nehmen können, sorgen Fachkräfte dafür, dass Zugangsmöglichkeiten, Angebotszeiten, Orte und Methoden den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Adressaten entsprechen.


FREIWILLIGKEIT: 
Die Kontaktaufnahme und Mitarbeit durch die Adressaten erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis. SW/MJA unterbreitet wiederkehrende Kontakt- und Beziehungsangebote.

AKZEPTANZ:
Die Fachkräfte orientieren sich an der Lebenswelt der Adressaten und gehen offen und respektvoll mit ihnen um. Dabei nehmen sie eine akzeptierende Haltung gegenüber der individuellen Lebensgestaltung der Adressaten ein, bei gleichzeitiger kritischer Betrachtungsweise der gewählten Lebensstrategie.

VERTRAULICHKEIT/TRANSPARENZ:
In der praktischen Arbeit wird auf Wunsch die Anonymität der Adressaten gewahrt und Informationen werden vertraulich behandelt. Dabei machen die Fachkräfte gesetzliche Grundlagen bzgl. Datenschutz und Schweigepflicht transparent. Sie treten ihren Adressaten gegenüber authentisch auf.

KONTINUITÄT:
Auf der Beziehungsebene bietet SW/MJA den Adressaten verlässliche und professionelle Beziehungs- und Kontaktangebote an. SW/MJA bietet personelle Kontinuität, um stabile Beziehungsarbeit zu gewährleisten und räumliche Kontinuität im Sinne von Szenepräsenz. Die Adressaten bestimmen dabei den Zeitpunkt des Beziehungsaufbaus und die Intensität der Beziehung.

LEBENSWELTORIENTIERUNG:
SW/MJA geht flexibel auf die spezifischen Lebenslagen ihrer Adressaten ein. Dabei hat sie insbesondere Bedarfe aufgrund von Geschlecht, Migrationshintergrund, sozialer Lage, sexueller Orientierung und Behinderung im Blick. 

PARTIZIPATION:
Fachkräfte motivieren und unterstützen ihre Adressaten in Bezug auf politische und gesellschaftliche Teilhabe. Sie beteiligen die Adressaten an der Planung, Ausgestaltung und Durchführung von Angeboten im Rahmen ihrer eigenen Arbeit. SW/MJA arbeitet mit Klienten und nicht für sie.


  

FLEXIBILITÄT:
SW/MJA formuliert gemeinsam mit den Adressaten realistische Ziele, entwickelt Problemlösungen und Zukunftsperspektiven. Dabei stellt sie sich flexibel auf kurzfristige Veränderungen und neue Bedarfslagen ein und bleibt ergebnisoffen.

  • Zeitliche Flexibilität:

Fachkräfte räumen den Bedürfnissen ihrer Klienten die Zeit ein, die sie je nach Situation in ihrer Individualität benötigen.

  • Methodische Flexibilität:

Die Methoden, mit denen SW/MJA arbeitet, richten sich einerseits danach, was fachlich geboten ist und andererseits nach den Ressourcen, Kompetenzen und Wünschen der Adressaten. Dabei verfügen die Fachkräfte über ein breit gefächertes Methodenwissen und sind in der Lage, flexibel auf neue Bedarfslagen zu reagieren.

REFLEKTIERTE PARTEILICHKEIT:
SW/MJA arbeitet grundsätzlich anwaltschaftlich für die Adressaten und schafft ihnen eine Lobby. Konkrete praktische Arbeitsaufträge werden vornehmlich durch die Adressaten erteilt. Grundsätzlich nehmen die Fachkräfte eine Haltung der Loyalität gegenüber ihren Adressaten ein. SW/MJA hat immer auch eine Vermittlerfunktion.

Das vorliegende Muster einer Arbeitsplatzbeschreibung dient lediglich zur Orientierung und hat keinen rechtsverbindlichen Charakter. 

Die Inhalte und deren Gewichtung sind auf die jeweilige Bedarfslage vor Ort anzupassen, wobei es aus fachlicher Sicht geboten ist, dass auf Nummer eins der Tätigkeitsbeschreibung mindestens 50% entfallen.

Im Hinblick auf eine angemessene Eingruppierung sind spezifische Tätigkeitsmerkmale und Zielgruppen zu berücksichtigen, bei Rückfragen hierzu wenden Sie sich bitte an die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW.

Jugendliche werden als Nutzer des öffentlichen Raums oft kritisiert und mancherorts auch verdrängt.

Gleichzeitig signalisieren sie durch ihren Aufenthalt an Bushaltestellen, Spielplätzen oder in Parkanlagen einen Mangel an für sie geeigneten Treffpunkten.

„Betreten erlaubt“ hat eine Vielfalt an unterschiedlichen Projekten hervorgebracht, die aufzeigen, wie öffentliche Treffpunkte mit und für Jugendliche realisiert werden können.

Auf der Grundlage der Projekterfahrungen haben wir in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund das wichtigste Handwerkzeug für ein erfolgreiches Projekt in unserem Werkzeugkoffer zusammengestellt.

Die Arbeitshilfe wurde unterstützt mit Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW.

Bestelladresse:
LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit
Graf Recke Str. 209
40237 Düsseldorf

wuesthof(at)betreten-erlaubt(dot)de

LaLü Lala

Wieder eingetroffen: Lalü Lala

Preis: 
500 Stück incl. Porto und Verpackung  30 Euro

Bestelladresse: 
LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.
Graf Recke Str. 209
40237 Düsseldorf

Tel.: 0211/3610-293
Fax: 0211/3610-280

LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.

www.streetwork-bayern.de/
Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Bayern

BAG Streetwork / Mobile Jugendarbeit e.V.

LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.

Tacheles e.V. Tacheles
Aktuelle Informationen zum Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Grundsicherung

AG-Dropo
Arbeitsgemeinschaft Drogenarbeit und Drogenpolitik in NRW e.V.

nak Nationale Armutskonferenz 
Publikationen und Links der Nationalen Armutskonferenz

BAG Wohnungslosenhilfe

Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit

Landschaftsverband Rheinland/Landesjugendamt

Landschaftsverband Westfalen/Lippe/Landesjugendamt

www.buendnis-fuer-strassenkinder.de/
Bündnis für Straßenkinder 2009 gegründet..

Forum Sozialhilfe 
Internet-Forum für den Austausch über die Sozialhilfe

Martina Bodenmüller
Konzeptentwicklungen, Kulturprojekte, Wissenschaftliche Autorin

www.erwerbslos.de/
Homepage der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen. Vielzahl von Informationen zum ALG II. Hinweis: ALG-II-Tipps in Türkisch und Russisch!

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Kontakt & Impressum

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Anschrift:

Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/
Mobile Jugendarbeit NRW e.V.
Graf-Recke-Str. 209
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Telefon:  +49 211-3610-293
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