You should never walk alone

Landesarbeitsgemeinschaft
Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.

Der Verein

Unsere Schwerpunkte

  • Fachberatung
  • Neueinsteigerworkshop
  • Lobbyarbeit
  • Vernetzung
  • Orientierungshilfe
  • Fortbildungen

Seit über 20 Jahren arbeiten wir im Bereich Streetwork/Mobile Jugendarbeit in Nordrhein Westfalen mit rund 220 Fachkräften in über 150 Projekten. Angefangen hat alles in den 90er Jahren….

Immer wieder wurden in Nordrhein-Westfalen neue Projekte ins Leben gerufen, die aus unserer Sicht völlig unzureichende Arbeits- und Rahmenbedingungen boten. Kommunen haben Jugendhäuser aus Kostengründen geschlossen.

Projekte setzen Berufsanfänger als ABM Kräfte ohne jegliche fachliche Unterstützung ein. Die Mitarbeiter sollten auf der Straße mit den Jugendlichen arbeiten. Dafür existierten jedoch keine Konzepte.

Die Mitglieder der beiden Arbeitskreise für Streetwork und Mobile Jugendarbeit im Rheinland und in Westfalen kamen 1995 zu dem Schluss, dass für unser Arbeitsfeld eine Lobby geschaffen werden muss.

So beschlossen wir, uns in Nordrhein-Westfalen zu vernetzen und gründeten die Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.

Da in vielen Projekten aus Kostengründen nur eine Stelle besetzt ist, arbeiten auch heute die Fachkräfte nur selten im Team.

Der dringend erforderliche fachliche Austausch findet deshalb 4-5 Mal pro Jahr in regionalen Arbeitskreisen im Rheinland und in Westfalen statt. 

Wir stellen fest,

dass neue Projekte immer noch unter schlechten Rahmenbedingungen starten. Dem Wunsch nach schnellen Lösungen fallen oft Arbeitsplatzbeschreibungen, eine genaue Bestimmung der Zielgruppen oder eine vor Projektbeginn notwendige Sozialraumanalyse zum Opfer.

Streetwork/Mobile Jugendarbeit soll ordnungspolitisch zur Wiederherstellung der bürgerlichen Ordnung eingesetzt werden.

  

Wir sind keine „Soziale Feuerwehr“!

Streetwork/Mobile Jugendarbeit orientiert sich an folgenden Grundprinzipien:

  • Niedrigschwelligkeit
  • Freiwilligkeit
  • Akzeptanz
  • Vertraulichkeit/Transparenz
  • Kontinuität
  • Lebensweltorientierung
  • Partizipation
  • Flexibilität (zeitlich und methodisch)
  • Reflektierte Parteilichkeit

   

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
(1) Der Verein führt den Namen 
„Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Nordrhein-
Westfalen“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. 
(2) Der Sitz des Vereins ist Düsseldorf 
(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 

§ 2 Zwecke und Aufgaben
Die LAG und ihre Organe haben als Aufgaben insbesondere 
- die Förderung der Zusammenarbeit von Einrichtungen in NRW, die sich an den 
  Erkenntnissen von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit orientieren 
- die Bündelung der Kompetenzen dieser Arbeitsfelder auf Landesebene
- die Dokumentation aktueller Entwicklungen aus den unterschiedlichen
  Feldern von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit 
- die Verdeutlichung und Vertretung von Streetwork/Mobiler
  Jugendarbeit in der Öffentlichkeit
- die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Ergebnissen, Erkenntnissen aus den   Arbeitsfeldern 
- die Bindegliedfunktion zu Menschen aus Forschung und Lehre, die sich mit Fragen
  von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit befassen 
- die Unterstützung der Forderung nach Ausweitung von Streetwork/Mobiler Jugend­arbeit 
- die Hilfestellung für neuentstehende Projekte
- die Einflussnahme auf politische Entscheidungs- und Handlungsebenen. 

§ 3 Gemeinnützigkeit 
(1) Die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die in § 2 aufgeführten Zwecke und Aufgaben. 
(2) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und Aufgaben.
(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke und Aufgaben verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck und den Aufgaben des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden. 

§ 4 Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft in der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist freiwillig. 
(2) Mitglieder können juristische und natürliche Personen werden, die in NRW Streetwork/Mobile Jugendarbeit betreiben oder die die Zwecke und Aufgaben des Vereins unterstützen. 
(3) Über die Mitgliedschaft (Aufnahme) entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Vorstandsmitglieder.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft
(1) Ein Austritt aus der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist zum Ende des Kalenderjahres möglich. Er ist durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand der LAG bis spätestens 3 Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres zu erklären. 
(2) Bei vereinsschädigendem Verhalten können Mitglieder nach Anhörung durch die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder ausgeschlossen werden. 

§ 6 Mitgliedsbeiträge 
Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und die Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

§ 7 Organe 
Organe der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW sind:
- die Mitgliederversammlung
- der Vorstand. 

§ 8 Mitgliederversammlung 
(1) Jede natürliche Person, die Mitglied der LAG ist, ist in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt. Jede juristische Person, die Mitglied der LAG ist, entsendet eine/n stimmberechtigte/n Vertreter/in. 
(2) Die Mitglieder sind jährlich mindestens einmal vom Vorstand zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung einzuberufen. 
(3) Die Einladung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung. Die Einberufungsfrist beträgt vier Wochen. 
(4) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand innerhalb von vier Wochen einzuberufen, wenn mindestens ein Viertel aller Mitglieder unter Vorlage einer Tagessordnung oder der Vorstand dies mit einfacher Mehrheit verlangt. 
(5) Die Mitgliederversammlung ist so lange beschlussfähig, wenn nicht die anwesenden Mitglieder die Beschlussunfähigkeit feststellen. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, sowie diese Satzung nichts anderes bestimmt. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Enthaltungen werden nicht gezählt. Bei Beschlussunfähigkeit muss der Vorstand binnen vier Wochen eine zweite Sitzung mit derselben Tagessordnung schriftlich einberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. 
(6) Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll geführt, das von dem/der VersammlungsleiterIn zu unterschreiben ist. Beschlüsse werden im Wortlaut aufgenommen.
(7) Die Wahl des/der Vorsitzenden und des Vorstandes muss als Tagesordnungspunkt auf der Einladung zur Mitgliederversammlung erscheinen. 
(8) Der Mitgliederversammlung obliegt insbesondere 
- die Beratung und Beschlussfassung über die Verwirklichung von Zweck und Aufgaben der LAG gemäß der Satzung
- die Wahl von Ausschüssen für besondere Aufgaben 
- die Entgegennahme des Jahresberichtes vom Vorstand einschließlich Jahresrechnung und
  Rechnungsprüfungsbericht
- die Wahl des/der Vorsitzenden und des Vorstandes sowie die Wahl von zwei RechnungsprüferInnen 
- die Genehmigung des Haushaltsplanes
- die Regelung des Beitragswesens 
- die Entlastung des Vorstandes
- die Wahl von Delegierten. 
(9) Die Wahlen erfolgen schriftlich und geheim. Sie können auf Antrag per Akklamation erfolgen, wenn kein Mitglied widerspricht. 

§ 9 Der Vorstand 
(1) Der Vorstand besteht aus drei Personen. 
(2) Der Vorstand wird auf zwei Jahre von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt. Er bleibt so lange im Amt bis ein neuer Vorstand gewählt ist. 
(3) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst; Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. 
(4) Der Vorstand wird von dem/r Vorsitzenden nach Bedarf mindestens jedoch viermal jährlich einberufen. Der/die Vorsitzende leitet die Sitzung. 
(5) Dem Vorstand obliegt die Verwirklichung der in § 2 genannten Zwecke und Aufgaben des Vereins in enger Verbindung mit den Mitgliedern und der Mitgliederversammlung. 
(6) Der Vorstand berichtet der Mitgliederversammlung über Mitgliedschaften (Aufnahmen, Ablehnungen, Austritte). 
(7) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den BGB-Vorstand vertreten. 

§ 10 Satzungsänderung, Auflösung 
(1) Änderung der Satzung der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW sind von einer mit diesem Tagesordnungspunkt einberufenen Mitgliederversammlung mit einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder zu beschließen. 
(2) Die Auflösung der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW ist von einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung mit einer ¾ Mehrheit der anwesenden Mitglieder zu beschließen. 
(3) Bei Auflösung der LAG oder bei Wegfall ihres bisherigen Zweckes fällt vorhandenes Vermögen an Einrichtungen von Streetwork/Mobiler Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen. Eine andere Verwendung als zu gemeinnützigen Zwecken ist unzulässig.

Werden Sie Mitglied

Hier gibt es den Aufnahmeantrag als Download:

Aufnahmeantrag

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Aktuelles

Wesentlich

Foto-Ausstellung: WESENtlICH

Fünfundzwanzig Jugendliche und junge Erwachsene, portraitiert vom
Düsseldorfer Fotografen Alexander Basta.

Im Arbeitsfeld Streetwork/Mobile Jugendarbeit mit Jugendlichen und jungen Heranwachsenden geht es oft um szene- oder cliquenbezogene Projekte, aber auch um die ganz individuellen Anliegen meist benachteiligter junger Menschen. Wir begegnen Jugendlichen, die für andere Angebote nur schwer zu erreichen sind. Ihr Lebensmittelpunkt ist die Straße, sie werden oft negativ wahrgenommen und stigmatisiert. Wer Ihnen jedoch offen entgegen kommt, der kann ihre positiven Eigenschaften erkennen und wird erfahren, dass sie ganz alterstypische Wünsche und Träume haben.

Dem Fotografen Alexander Basta gelingt es eindrücklich, die Individualität dieser Jugendlichen in den Portraits festzuhalten. Die für diese Ausstellung portraitierten Jugendlichen im Alter von 16-26 Jahren leben in Aachen, Dinslaken, Freckenhorst, Iserlohn, Leverkusen und Neuss.

Wir laden Sie ein, die ausdrucksstarken Portraits interessanter junger Menschen anzuschauen und in Verbindung mit ihren persönlichen Zitaten dem WESENtlICHen auf die Spur zu kommen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit
NRW e.V. qualifiziert und berät seit zwanzig Jahren Fachkräfte und Projekte im Arbeitsfeld Streetwork/Mobile Jugendarbeit.

Austellung:
01.06.16 - 19.08.16

Öffnungszeiten:
Mo. bis Do.: 08:00 Uhr - 16:30 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr - 16:00 Uhr

Austellungsort:
Ministerium fur Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Haroldstr. 4
6. Etage

40213 Düsseldorf

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Was ich immer schon einmal fragen wollte!

Einsteigerworkshop für Fachkräfte der
Streetwork/Mobilen Jugendarbeit 21.06. - 22.06.16

20 Jahre LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit

Anlässlich Ihres zwanzigjährigen Bestehens lud die LAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit NRW e.V. vom 05.-07.05.15 PraktikerInnen aus ganz NRW zu ihrer Jubiläumsfachtagung „Flexibel aber nicht verbogen“ nach Wuppertal ein.

Über vierzig Fachkräfte aus NRW folgten der Einladung und scheuten keine Mühen, allen Widrigkeiten zum Trotz (Bahnstreik), rechtzeitig im Tagungshaus „Auf dem Heiligen Berg“ einzutreffen. Nach der offiziellen Eröffnung freuten sich die TeilnehmerInnen  über ein Grußwort von Frau Anke Mützenich vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, in dem sie der LAG Glückwünsche zu ihrem Jubiläum aussprach.

Das facettenreiche Programm mit den Schwerpunktthemen: „Jugend 2015“, „Widersprüche und Alternativen im Diskurs der Drogenpolitik“, „Kommunikation mit KlientInnen“ und natürlich „aktuelle Informationen rund um das SGB II“ bot viel Gelegenheit zur Weiterbildung und zum fachlichen Austausch.

In den Pausen und Abendstunden knüpften die Kolleginnen und Kollegen aus dem Rheinland und aus Westfalen-Lippe viele neue Kontakte. Und das Tagungshaus „Auf dem Heiligen Berg“ mit seinem exzellenten Service und seiner hervorragenden Küche ließ keine Wünsche offen.

Ein weiterer feierlicher Anlass war die Eröffnung der Fotoausstellung "Credo-Bildnisse und Bekenntnisse" des "cafe pur", einer Tagesstätte für Wohnungslose der Diakonie Düsseldorf. 

    

Zur Vernissage fand ein kleiner Empfang mit musikalischer Begleitung von Andre Enthöfer in der Diakoniekirche Wuppertal statt. Für diese  Ausstellung hat der Fotograf Alexander Basta 33 beeindruckende Schwarz-Weiß-Portraits von Frauen und Männern geschaffen. Zur Feier ihres Jubiläums hat die LAG diese Ausstellung ausgeliehen, da das Thema „Wohnungslosigkeit“  auch unser  Thema ist und darum wird sie der Öffentlichkeit erneut zugänglich gemacht.

Die Ausstellung ist bis zum 26.08.15 geöffnet.

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Archiv

Düren 2006

Bau eines Unterstandes

Greven 2006

Jugendtreffs

Kerpen 2006

Häuschenkonzept

Selm 2006

Bauwagen

Sendenhorst 2006

Jugendtreff

Fazit 2006

Was hat sich verändert

Hörstel 2007

Skaterplatz

Krefeld 2007

Bauwagen

Marl 2007

Ein Dach für Skater

Münster 2007

Outdoorpoint

St. Augustin 2007

Gartenhäuschen

Fazit 2007

Was hat sich verändert

Erftstadt 2008

Projekt Grillhütte

Greven 2008

Zwei Welten, ein Platz

Köln 2008

Bus

Werdohl 2008

Treffpunkt

Wulfen Barkenfeld 2008

Treffpunkt

Fazit 2008

Was hat sich verändert

Eschweiler 2009

Verschiedene Projekte

Willich 2009

Verschiedene Projekte

Fazit 2009

Was hat sich verändert

Die Idee

Gerade bei Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, kommt es oft zum cliquentypischen Abhängen.

Der öffentliche Raum wird für Jugendliche jedoch zunehmend privatisiert, zugebaut und reglementiert. 

Die Jugendlichen werden in den verbliebenen Nischen als Bedrohung erlebt.  
Betreten Verboten!…  jedenfalls für Jugendliche.

In unserem Arbeitsfeld  Streetwork - Mobile Jugendarbeitist dieses Thema ein Dauerbrenner.

Dieser seit Jahren immer wiederkehrende Konflikt wird zunehmend öffentlich diskutiert. Die LAG greift die Interessen, Bedürfnisse und Vorschläge junger Menschen auf und fördert den Dialog mit Anwohnern und lokalen Entscheidungsträgern.

Wir wollen das Verständnis zwischen den Jugendlichen und dem jeweiligen sozialen Umfeld fördern, mit dem Ziel:

Betreten erlaubt für alle!

 

Interviews:
Miriam Bunjes

Text und Redaktion:
Angela Wüsthof, Miriam Bunjes

Wir danken besonders der Evangelischen Jugend im Rheinland für die langjährige Unterstützung unserer Arbeit.

 

 

 

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Material

Die neueste Version der fachlichen Leitlinien wurde 2013 veröffentlicht und an alle Fachkräfte und Jugendämter in NRW versandt. Weitere Druckexemplare können Sie bei uns anfordern oder Sie nutzen die download-Funktion. Hier Die Leitlinien in Auszügen:

 

  

Die Arbeitsfelder Streetwork und Mobile Jugendarbeit

Die konzeptionellen und alltagspraktischen Grenzen zwischen Streetwork und Mobiler Jugendarbeit sind fließend. 

Da beide Arbeitsfelder mehr verbindet als unterscheidet, wurde nach langjährigen Abgrenzungsdiskussionen in den 1970er und 1980er Jahren schließlich in den 1990er Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit als gemeinsamer Dachverband gegründet (Steffan, 2007, S. 658).

Mobile Jugendarbeit hat mit ihrer konzeptionellen Ausrichtung stärkeren Gemeinwesenbezug und arbeitet in sozialräumlich orientierten Projekten. Streetwork hingegen hat einen deutlichen Milieu-/Cliquenbezug, wie z. B. zur Drogen-, Punk-, Prostitutions-, Straßenkinderszene (ebd.). 

Mobile Jugendarbeit ist also im Allgemeinen weniger szene-/brennpunkt-bezogen und stärker stadtteil- und sozialräumlich orientiert, wobei die häufig praktizierte Verbindung von lebensweltzentriertem Aufsuchen und einrichtungsgebundener Club-/Freizeitarbeit u. a. wegen unterschiedlicher Auftragslagen einen Rollenkonflikt bergen kann. Beide Arbeitsfelder bedienen sich der klassischen Methoden der Sozialen Arbeit: Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit. 

Werner Steffan (2007, S. 948) formuliert die typischen Aufgaben und Handlungsebenen für Streetwork und Mobile Jugendarbeit folgendermaßen:

„(...) Knüpfen eines Kontaktnetzes in der Lebenswelt und Vertrauenserwerb; Pflege des Kontaktnetzes mit der Zielgruppe und Vertrauenserhalt; einzelfallorientierte psychosoziale Unterstützung; Gruppen-/Cliquenarbeit; Stadtteil-/Gemeinwesenarbeit; institutionelle Innovation in Hintergrundeinrichtungen und durch den Aufbau von Unterstützungsangeboten; Konfliktverhinderung/-vermittlung/Deeska-lation; institutionelle Vernetzung und Verbundarbeit; Öffentlichkeitsarbeit, Interessenvertretung; Einmischung/Lobbyarbeit und Aktivierung.“

Quellen

Steffan, W. (2007). Mobile Jugendarbeit. In: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), Fachlexikon der Sozialen Arbeit (6. Aufl., S.658). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft. 

Steffan, W. (2007). Streetwork. In: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), Fachlexikon der Sozialen Arbeit (6. Aufl., S.948-949). Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

  

Adressatengruppe

Streetwork/Mobile Jugendarbeit richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, die als Einzelpersonen, Gruppen oder  Szenen im öffentlichen Raum anzutreffen sind.

Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben häufig besonderen Unterstützungsbedarf. Sie werden von anderen Angeboten des Hilfesystems nicht oder nicht mehr erreicht. Darüber hinaus sind sie oftmals von Ausgrenzung und Stigmatisierung bedroht. Des Weiteren unterstützt SW/MJA junge Menschen, wenn diese von ihren Treffpunkten vertrieben werden sollen.

Aber auch Jugendliche ohne speziellen oder aktuellen Unterstützungsbedarf werden von der SW/MJA angesprochen. Absicht hierbei ist es dann im Wesentlichen, sich bei den jeweiligen Gruppen und Personen als parteilicher Vertreter ihrer Interessen und als Ansprechpartner für künftigen Hilfebedarf anzubieten.

  

 

Ziele

SW/MJA versteht sich als aktivierende und ressourcenorientierte Sozialarbeit und bietet keine fertigen Lösungen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne des Empowerment Ansatzes an.

Sie befähigt junge Menschen dazu, ihre persönlichen oder kollektiven Lebenssituationen, insbesondere im Konfliktfall, selbst bewältigen zu können.

Ziel ist die Erschließung von öffentlichen Räumen und die Erweiterung von Sozialkompetenzen, wie z.B. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Beziehungsaufbau und -pflege sowie Entwicklung und Realisierung individueller Lebensperspektiven.

WEITERE TEILZIELE SIND:

  • die Vermittlung zum Hilfesystem und der Abbau von Schwellenängsten gegenüber anderen Hilfsangeboten
  • Hilfen zur Alltagsbewältigung
  • Prävention (Suchtprävention, Gewaltprävention, Gesundheitsprävention etc.)
  • Ausstiegshilfen (Drogenszene, Extremistische Gruppierungen etc.)
  • Orientierungshilfen bei verschiedenen Lebensfragen (Jugend- und Sozialhilfe, Ausbildung, Arbeit, Wohnen, Familie, Existenzsicherung, Gesundheitsfürsorge etc.)

  

Arbeitsprinzipien

Um Adressatengruppen und Ziele zu erreichen, gelten im Arbeitsfeld SW/MJA folgende Arbeitsprinzipien:

NIEDRIGSCHWELLIGKEIT:
Damit Adressaten die Angebote von SW/MJA ohne Vorbedingungen und Vorleistungen in Anspruch nehmen können, sorgen Fachkräfte dafür, dass Zugangsmöglichkeiten, Angebotszeiten, Orte und Methoden den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Adressaten entsprechen.


FREIWILLIGKEIT: 
Die Kontaktaufnahme und Mitarbeit durch die Adressaten erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis. SW/MJA unterbreitet wiederkehrende Kontakt- und Beziehungsangebote.

AKZEPTANZ:
Die Fachkräfte orientieren sich an der Lebenswelt der Adressaten und gehen offen und respektvoll mit ihnen um. Dabei nehmen sie eine akzeptierende Haltung gegenüber der individuellen Lebensgestaltung der Adressaten ein, bei gleichzeitiger kritischer Betrachtungsweise der gewählten Lebensstrategie.

VERTRAULICHKEIT/TRANSPARENZ:
In der praktischen Arbeit wird auf Wunsch die Anonymität der Adressaten gewahrt und Informationen werden vertraulich behandelt. Dabei machen die Fachkräfte gesetzliche Grundlagen bzgl. Datenschutz und Schweigepflicht transparent. Sie treten ihren Adressaten gegenüber authentisch auf.

KONTINUITÄT:
Auf der Beziehungsebene bietet SW/MJA den Adressaten verlässliche und professionelle Beziehungs- und Kontaktangebote an. SW/MJA bietet personelle Kontinuität, um stabile Beziehungsarbeit zu gewährleisten und räumliche Kontinuität im Sinne von Szenepräsenz. Die Adressaten bestimmen dabei den Zeitpunkt des Beziehungsaufbaus und die Intensität der Beziehung.

LEBENSWELTORIENTIERUNG:
SW/MJA geht flexibel auf die spezifischen Lebenslagen ihrer Adressaten ein. Dabei hat sie insbesondere Bedarfe aufgrund von Geschlecht, Migrationshintergrund, sozialer Lage, sexueller Orientierung und Behinderung im Blick. 

PARTIZIPATION:
Fachkräfte motivieren und unterstützen ihre Adressaten in Bezug auf politische und gesellschaftliche Teilhabe. Sie beteiligen die Adressaten an der Planung, Ausgestaltung und Durchführung von Angeboten im Rahmen ihrer eigenen Arbeit. SW/MJA arbeitet mit Klienten und nicht für sie.


  

FLEXIBILITÄT:
SW/MJA formuliert gemeinsam mit den Adressaten realistische Ziele, entwickelt Problemlösungen und Zukunftsperspektiven. Dabei stellt sie sich flexibel auf kurzfristige Veränderungen und neue Bedarfslagen ein und bleibt ergebnisoffen.

  • Zeitliche Flexibilität:

Fachkräfte räumen den Bedürfnissen ihrer Klienten die Zeit ein, die sie je nach Situation in ihrer Individualität benötigen.

  • Methodische Flexibilität:

Die Methoden, mit denen SW/MJA arbeitet, richten sich einerseits danach, was fachlich geboten ist und andererseits nach den Ressourcen, Kompetenzen und Wünschen der Adressaten. Dabei verfügen die Fachkräfte über ein breit gefächertes Methodenwissen und sind in der Lage, flexibel auf neue Bedarfslagen zu reagieren.

REFLEKTIERTE PARTEILICHKEIT:
SW/MJA arbeitet grundsätzlich anwaltschaftlich für die Adressaten und schafft ihnen eine Lobby. Konkrete praktische Arbeitsaufträge werden vornehmlich durch die Adressaten erteilt. Grundsätzlich nehmen die Fachkräfte eine Haltung der Loyalität gegenüber ihren Adressaten ein. SW/MJA hat immer auch eine Vermittlerfunktion.

Das vorliegende Muster einer Arbeitsplatzbeschreibung dient lediglich zur Orientierung und hat keinen rechtsverbindlichen Charakter. 

Die Inhalte und deren Gewichtung sind auf die jeweilige Bedarfslage vor Ort anzupassen, wobei es aus fachlicher Sicht geboten ist, dass auf Nummer eins der Tätigkeitsbeschreibung mindestens 50% entfallen.

Im Hinblick auf eine angemessene Eingruppierung sind spezifische Tätigkeitsmerkmale und Zielgruppen zu berücksichtigen, bei Rückfragen hierzu wenden Sie sich bitte an die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW.

Jugendliche werden als Nutzer des öffentlichen Raums oft kritisiert und mancherorts auch verdrängt.

Gleichzeitig signalisieren sie durch ihren Aufenthalt an Bushaltestellen, Spielplätzen oder in Parkanlagen einen Mangel an für sie geeigneten Treffpunkten.

„Betreten erlaubt“ hat eine Vielfalt an unterschiedlichen Projekten hervorgebracht, die aufzeigen, wie öffentliche Treffpunkte mit und für Jugendliche realisiert werden können.

Auf der Grundlage der Projekterfahrungen haben wir in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund das wichtigste Handwerkzeug für ein erfolgreiches Projekt in unserem Werkzeugkoffer zusammengestellt.

Die Arbeitshilfe wurde unterstützt mit Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW.

Bestelladresse:
LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit
Graf Recke Str. 209
40237 Düsseldorf

wuesthof(at)betreten-erlaubt(dot)de

LaLü Lala

Wieder eingetroffen: Lalü Lala

Preis: 
500 Stück incl. Porto und Verpackung  30 Euro

Bestelladresse: 
LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V.
Graf Recke Str. 209
40237 Düsseldorf

Tel.: 0211/3610-293
Fax: 0211/3610-280

LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.

www.streetwork-bayern.de/
Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit Bayern

BAG Streetwork / Mobile Jugendarbeit e.V.

LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V.

Tacheles e.V. Tacheles
Aktuelle Informationen zum Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Grundsicherung

AG-Dropo
Arbeitsgemeinschaft Drogenarbeit und Drogenpolitik in NRW e.V.

nak Nationale Armutskonferenz 
Publikationen und Links der Nationalen Armutskonferenz

BAG Wohnungslosenhilfe

Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit

Landschaftsverband Rheinland/Landesjugendamt

Landschaftsverband Westfalen/Lippe/Landesjugendamt

www.buendnis-fuer-strassenkinder.de/
Bündnis für Straßenkinder 2009 gegründet..

Forum Sozialhilfe 
Internet-Forum für den Austausch über die Sozialhilfe

Martina Bodenmüller
Konzeptentwicklungen, Kulturprojekte, Wissenschaftliche Autorin

www.erwerbslos.de/
Homepage der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen. Vielzahl von Informationen zum ALG II. Hinweis: ALG-II-Tipps in Türkisch und Russisch!

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Kontakt & Impressum

Kontakt & Impressum

Anschrift:

Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/
Mobile Jugendarbeit NRW e.V.
Graf-Recke-Str. 209
40237 Düsseldorf

Telefon:  +49 211-3610-293
Telefax:  +49 211-3610-280

BGB-Vorstand:

Benjamin Küppers, Lisa Schuchardt, Angela Wüsthof.
Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 55 Abs. 2 RStV Angela Wüsthof
(Anschrift wie links)

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